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Marokko Reise planen: Tipps für eine unvergessliche Rundreise

Dar Bacha Marrakesch

Marokko ist eines dieser Reiseziele, über die man schon lange nachdenkt und die dann alle Erwartungen übertreffen. Wüste, Berge, Atlantikküste, uralte Städte und eine Küche, bei der man kaum aufhören kann zu essen. Das Beste daran: Eine Rundreise durch Marokko auf eigene Faust ist einfacher zu planen, als die meisten denken. Mit zwei Wochen Zeit lässt sich wirklich viel sehen, von den lebhaften Königsstädten im Norden bis zu den Dünen des Erg Chebbi tief im Süden. Hier steht alles, was für den Start gebraucht wird.

Warum überhaupt Marokko?

Weil kaum ein anderes Land auf so wenig Fläche so viel bietet. Morgens durch die engen Gassen einer Medina schlendern, mittags über einen Atlaspass fahren, abends am Lagerfeuer in der Sahara sitzen, das klingt nach Werbeprospekt, ist aber eine ganz normale Marokko Reise. Dazu kommt der unverwechselbare marokkanische Flair: der Duft von frischem Minztee und Gewürzen, das Stimmengewirr der Souks, die Stille der Wüste kurz vor Sonnenaufgang. Wer einmal da war, versteht sofort, warum so viele Menschen immer wieder zurückkommen.

Schritt 1: Wann ist die beste Reisezeit?

Kurze Antwort: März bis Mai oder September bis November. Das Klima in Marokko ist dann angenehm. Die Städte haben um die 20 bis 28 °C, und die Sahara ist noch gut zu ertragen. Im Hochsommer werden in Merzouga und am Erg Chebbi locker über 45 °C erreicht, was selbst hartgesottene Reisende an die Grenzen bringt.

Der Winter hat seinen Reiz, ruhiger, günstiger, weniger Touristen, aber die Nächte im Atlasgebirge und in der Wüste können empfindlich kalt werden (auch in den Städten, da es kaum Heizungen gibt). Wer eine Marokko Rundreise 2 Wochen mit Sahara-Etappe plant, fährt mit April oder Oktober am besten: warm genug für die Dünen, angenehm kühl für die Städte.

Schritt 2: Die Route: wie vorgehen?

Eine klassische Reiseroute durch Marokko in 14 Tagen sieht ungefähr so aus:

Casablanca → Rabat → Meknès → Fès → Sahara (Merzouga) → Ait Ben Haddou → Marrakesch → Essaouira

Diese Route durch Marokko funktioniert hervorragend mit dem Mietwagen und lässt sich je nach Zeit und Interesse anpassen. Wer Chefchaouen noch mitnehmen möchte, baut es zwischen Fès und der Küste ein, die blaue Stadt ist einer der fotogensten Orte in ganz Marokko und den kleinen Umweg definitiv wert.

Ein ehrlicher Tipp: Lieber weniger Stopps einplanen und dafür mehr Zeit pro Ort. Ganz Marokko in zwei Wochen abhaken zu wollen, ist möglich, aber ein paar entspannte Tage am Meer in Essaouira oder Agadir an der Atlantikküste am Ende der Reise sind es wert, dafür irgendwo einen Stopp zu streichen.

Alternative: 1 Woche Marokko Wer nur eine Woche Zeit hat, konzentriert sich auf Marrakesch, den Hohen Atlas, Ait Ben Haddou und wenn möglich eine Nacht in der Sahara. Diese kompakte Reiseroute durch Marokko ist intensiv, aber absolut machbar. Klicke hier, um eine 1-Woche Route in Marokko zu lesen.

Schritt 3: Die Königsstädte: was erwartet einen?

Zur klassischen Marokko Rundreise gehören die vier Königsstädte Rabat, Fès, Meknès und Marrakesch. Jede ist anders, jede hat ihre eigene Energie.

Casablanca ist für die meisten der erste Eindruck nach der Einreise nach Marokko. Die Moschee Hassan II. direkt am Atlantik ist gigantisch und wunderschön zugleich, ein guter Einstieg in das, was noch kommt.

Rabat ist die Hauptstadt, wird aber oft unterschätzt. Keine überwältigenden Touristenmassen, eine entspannte Medina, gut erhaltene Kasbah-Anlagen, ideal für alle, die etwas durchatmen wollen.

Meknès landet auf vielen Marokko Reiserouten auf dem Streichplan. Das ist schade, denn die Stadt hat echten marokkanischen Alltag zu bieten, ohne das touristische Gedränge der großen Städte. Einen halben Tag ist sie allemal wert.

Fès ist das Herzstück der Rundreise Marokko und vielleicht die faszinierendste Stadt des ganzen Landes. Die Medina von Fès ist Unesco-Welterbe, ein Labyrinth aus über 9.000 Gassen, mit den berühmten Gerbereien Chouara, prachtvollen Koranschulen und den lebendigsten Souks weit und breit. Wer nur einen Tag einplant, wird es bereuen.

Marrakesch kennt jeder und trotzdem trifft der Djemaa el Fna beim ersten Mal wie ein Schlag. Tagsüber Garküchen, Gewürzberge und Schlangenbeschwörer und nachts Musiker.

Schritt 4: Sahara, Atlas und Atlantik

Der Weg von Marrakesch in die Wüste ist schon für sich ein Erlebnis. Die Route führt über den Hohen Atlas und den Tizi n’Tichka-Pass, Serpentinen, Berberberge, atemberaubende Aussichten, bevor es hinunter zur Kasbah Ait Ben Haddou geht. Das Lehmfestung ist Unesco-Welterbe und diente als Kulisse für Gladiator, Game of Thrones und viele andere Produktionen. Es ist einer dieser Orte, der auch ohne dieses Wissen beeindruckt.

Dann kommt Merzouga und der Erg Chebbi. Die Dünen sind bis zu 150 Meter hoch, und die Stille dort ist eine ganz eigene Art von Laut. Eine Nacht im Wüstencamp, morgens auf dem höchsten Dünnenkamm sitzen und die Sonne aufgehen sehen, das ist einer jener Momente, für die man reist. Wirklich.

Wer danach etwas Ruhe braucht und das wird man, fährt weiter nach Essaouira. Die Küstenstadt an der Atlantikküste hat nichts von der Betriebsamkeit der Königsstädte: frischer Atlantikwind, Fisch direkt vom Boot. Agadir ist eine Alternative, etwas touristischer, dafür mit schönen Stränden und bestem Wetter fast das ganze Jahr über.

Schritt 5: Mit dem Mietwagen oder Transfer?

Für eine individuelle Rundreise Marokko auf eigene Faust ist der Mietwagen in Marokko die mit Abstand beste Option. Die Straßen sind besser als erwartet, die Beschilderung funktioniert, und man kommt zu Orten, die mit Bus oder Zug schlicht nicht erreichbar sind. Für Sandpisten rund um den Erg Chebbi empfiehlt sich ein 4×4, für alle anderen Strecken reicht ein normaler PKW.

Wer lieber ohne Mietwagen unterwegs ist, kommt mit CTM-Bussen und ONCF-Zügen zwischen den großen Städten gut zurecht. Für den Transfer zu abgelegeneren Reisezielen in Marokko sind dann gebuchte Tagestouren oder ein privater Fahrer die sinnvollere Wahl.

Die wichtigsten Flughäfen in Marokko sind Marrakesch-Menara, Casablanca-Mohammed V. und Agadir Al Massira. Wer flexibel ist, fliegt in Casablanca ein und in Marrakesch oder Agadir raus, das spart Zeit und eine Strecke doppelt zu fahren.

Schritt 6: Wo übernachten?

Riads sind die Antwort auf diese Frage, zumindest in den Königsstädten. Was von außen wie eine schlichte Mauer in einer engen Gasse aussieht, entpuppt sich innen als kleines Paradies: Innenhof mit Brunnen, Kacheln bis zur Decke, Dachterrasse mit Blick über die Medina. Preise ab 30 € pro Nacht für einfachere Riads, für etwas Luxus in Marrakesch oder Fès gerne auch das Dreifache und mehr.

In Chefchaouen, Essaouira und Merzouga gibt es ebenfalls charmante Unterkünfte mit marokkanischem Flair. Die Wüstennacht am Erg Chebbi sollte man sich nicht entgehen lassen: Die meisten Camps bieten Halbpension, Kameltouren bei Sonnenuntergang und eine Atmosphäre, die schwer in Worte zu fassen ist. Buchung im Voraus lohnt sich, besonders in der Hochsaison März bis Mai.

Schritt 7: Das Wichtigste vor der Abreise

Einreise nach Marokko: Kein Visum nötig für Deutsche, Österreicher und Schweizer. Bis zu 90 Tage visumfrei, ein gültiger Reisepass reicht.

Klima in Marokko: Die Unterschiede zwischen Küste, Atlas und Wüste sind groß. Mehrere Lagen einpacken. Wüstennächte können auch im Frühling überraschend kalt werden.

Währung: Marokkanischer Dirham (MAD). Bargeld ist in den Souks und Medinas Pflicht, Kreditkarten werden nur in Hotels und manchen Restaurants akzeptiert (1 € ≈ 10,8 MAD).

Sprache: Englisch reicht in touristischen Gebieten gut aus, ein paar Brocken Französisch helfen aber immer. Ein Shukran auf Arabisch, einfach mal ausprobieren.

Buchung: Riads und Wüstencamps in der Hochsaison früh buchen, Mietwagen in Marokko am besten schon vor der Abreise online reservieren.

Fazit

Eine Marokko Rundreise 2 Wochen auf eigene Faust mit dem Mietwagen ist einer der schönsten Roadtrips, die es gibt, nicht nur in Nordafrika. In 14 Tagen erlebt man eine Vielfalt, die kaum ein anderes Reiseziel bieten kann: das pulsierende Leben in den Medinas, den stillen Hohen Atlas, die unwirkliche Schönheit der Sahara am Erg Chebbi, das entspannte Flair in Chefchaouen und die salzige Luft am Atlantik in Essaouira. Marokko ist kein Urlaub, den man schnell vergisst.

Marokko Reise planen: Tipps für eine unvergessliche Rundreise

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