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Delhi: Überwältigend, laut, unvergesslich und ein absolutes Muss

Affe in Indien

Laut, chaotisch, bunt, überwältigend. Und trotzdem, oder vielleicht genau deswegen, eines der beeindruckendsten Reiseziele, das ich je erlebt habe. Wer offen anreist, wird mit einer Stadt belohnt, die unter die Haut geht.

Delhi, eine Stadt wie keine andere

Wer zum ersten Mal nach Delhi kommt, braucht einen Moment. Nicht wegen der Sehenswürdigkeiten, sondern wegen der schieren Reizüberflutung, die einen direkt beim Verlassen des Flughafens trifft.

Mitten im Stadtverkehr, zwischen Rikschas, Motorrädern und Hupen ohne Ende, stehen einfach Kühe. Auf der Straße, auf dem Gehweg, manchmal direkt vor einem Tempeleingang, völlig unbeeindruckt vom Chaos um sie herum. Niemand hupt sie weg, niemand scheucht sie fort. Sie gehören einfach dazu.

Dazu kommen die Affen. Auf Mauern, Dächern, Stromkästen, überall. Mal neugierig, mal frech, manchmal mit einem frisch gestohlenen Snack in der Hand. Und wer genauer hinschaut, entdeckt noch mehr: kleine Eichhörnchen, die flink durch Parks und Tempelanlagen huschen, und Vögel in Farben, die man so aus Europa nicht kennt. Leuchtend grüne Sittiche, tiefblau schimmernde Elstern, bunte Bienenfresser.

Genau das ist Delhi: eine Stadt, in der Heiliges und Chaos, Tradition und Moderne, Mensch und Tier einfach nebeneinander existieren, ohne dass jemand das sonderlich seltsam findet. Und genau das macht sie so unvergesslich.

Unterkunft & Kosten

Ich hatte das Glück, eine Freundin in Delhi zu besuchen und bei ihr zu wohnen. Als allein reisende Frau würde ich jedoch empfehlen, nicht in jeder Gegend Delhis alleine zu übernachten. Mindestens 30 € pro Nacht sollte man einplanen, um in einer sicheren und angenehmen Unterkunft zu wohnen.

Eine lokale Empfehlung: The Hosteller Delhi, ein Hostel, das auch Einzelzimmer anbietet und bei Alleinreisenden sehr beliebt ist.

Essen in New Delhi: Vegetarischer Traum

New Delhi ist für Vegetarier schlicht paradiesisch. In Indien wird grundsätzlich zwischen Veg und Non-Veg unterschieden, und das nicht nur auf der Speisekarte. Viele Restaurants bereiten vegetarische und nicht-vegetarische Gerichte komplett getrennt zu, teilweise sogar in separaten Küchen. Das gilt sogar bei Ketten wie Burger King.

Was das kostet?

GerichtPreis
Biryani1,50 € –5 €
Burger & Pommes im gehobenen Restaurantca. 2 €
Chai im Cafébis ca. 1 €

Essen in Delhi ist nicht nur günstig, es ist gut. Frisch, würzig, vielfältig. Wer vegetarisch reist, wird hier keine einzige Mahlzeit bereuen.

Sehenswürdigkeiten in Delhi

Red Fort

Das Rote Fort ist das Wahrzeichen Delhis, eine mächtige Festungsanlage aus rotem Sandstein mitten in der Stadt. Von außen beeindruckend, von innen ein Blick in die Mogulgeschichte. Besonders eindrucksvoll in den frühen Morgenstunden, bevor die Massen kommen.

India Gate

Das India Gate ist eines der bekanntesten Wahrzeichen Delhis, ein imposantes Kriegsdenkmal, das an die gefallenen Soldaten des Ersten Weltkriegs erinnert. Der weitläufige Park drumherum ist besonders abends ein beliebter Treffpunkt der Einheimischen: Familien picknicken auf dem Rasen, Kinder spielen, Händler verkaufen Chai und Snacks. Eine der wenigen Ecken Delhis, die sich trotz ihrer Größe irgendwie entspannt anfühlt.

Meena Bazar & Jama Masjid

Direkt vor dem Red Fort beginnt einer der ältesten und belebtesten Basare Indiens. Enge Gassen, Gewürze, Stoffe, Streetfood, Rikschas, alle Sinne auf einmal. Der Meena Bazar direkt daneben ist vor allem für Textilien und Schmuck bekannt. Hier sollte man Zeit mitbringen und sich einfach treiben lassen.

Direkt daneben liegt die Jama Masjid, eine der größten Moscheen Indiens. Der Innenhof fasst zehntausende Menschen, die Aussicht von den Minaretten ist atemberaubend. Bescheidene Kleidung und ein Kopftuch für Frauen werden erwartet (zumindest für blonde Ausländerinnen)

Gurudwara Sisganj Sahib

Mitten im Trubel des Chandni Chowk liegt dieser bedeutende Sikh-Tempel, ruhig, offen, einladend. Die hinduistischen Tempel Delhis sind eine ganz eigene Erfahrung, bunt, lebendig, voller Ritualen und Andacht. Kein Museum, kein stilles Gebäude, sondern ein lebendiger Ort des Glaubens. Wer sich darauf einlässt, nimmt etwas mit, das sich schwer in Worte fassen lässt.

Gurudwara Bangla Sahib

Der Gurudwara Bangla Sahib ist einer der bekanntesten Sikh-Tempel Delhis und ein Ort, der einen still werden lässt. Der goldene Kuppelbau spiegelt sich im heiligen Teich davor, dem Sarovar, dessen Wasser als gesegnet gilt. Die Atmosphäre ist friedlich und offen, jeder ist willkommen, unabhängig von Religion oder Herkunft.

Auch hier wird täglich Langar angeboten, das kostenlose Gemeinschaftsessen für alle Menschen. Wer möchte, kann beim Kochen und Servieren sogar selbst mithelfen. Ein Kopftuch und das Abziehen der Schuhe am Eingang werden erwartet.

Tipps für allein reisende Frauen

New Delhi hat einen Ruf, der abschrecken kann, und der nicht völlig unbegründet ist. Trotzdem kann die Stadt navigierbar sein, wenn man ein paar Dinge beachtet:

  • Sichere Unterkunft in zentraler, belebter Lage wählen (min. 30 € pro Nacht einplanen)
  • Abends lieber Uber oder Ola statt Rikscha
  • In touristischen Gebieten tagsüber kein Problem, nachts Menschenmassen bevorzugen bzw. Abends im Hotel bleiben
  • Auf die eigene Intuition hören

Fazit für eine Reise nach Delhi

New Delhi ist laut, überwältigend und manchmal anstrengend. Aber es ist auch großzügig, günstig, geschichtsträchtig und voller Momente, die man nicht vergisst. Wer offen anreist und sich auf die Stadt einlässt, wird mit wudnervollen Erinnerungen belohnt.

Delhi: Überwältigend, laut, unvergesslich und ein absolutes Muss

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